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XIII. Frankophoniegipfel
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    Frankophonie

    © Centre de Congrès & musique Montreux


    Nachdem die Schweiz in Montreux den XIII. Frankophoniegipfel erfolgreich abgehalten hat, obliegt Ihr nun die Ausübung der Präsidentschaft bis zum XIV. Gipfel, der im Oktober 2012 in Kinshasa vorgesehen ist.

    Vom 22.-24. Oktober 2010 hat in Montreux der XIII. Frankophoniegipfel stattgefunden. Im selben Jahr feierte die Frankophonie ihr 40-jähriges Bestehen. Vor dem Gipfel hielten die französischssprachigen Länder eine Ministerkonferenz ab.

    An der 25. Sitzung der Ministerkonferenz der französischsprachigen Länder, die am 15. und 16. Dezember 2009 in Paris stattfand, wurde die Schweiz zum Gastland des XIII. Frankophoniegipfel gewählt.


    Weltkarte des Frankophonie

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    Staaten, Regierungen und Beobachter der Frankophonie ©OIF

    Die Schweiz ist seit 1989 Vollmitglied des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der Länder mit französischer Sprache. 1995 beschloss das Parlament mit grosser Mehrheit den Beitritt der Schweiz zur Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF). Als viertgrösster Beitragszahlerin hinter Frankreich, Kanada und der Französischen Gemeinschaft Belgiens nimmt die Schweiz eine einflussreiche Stellung ein.

    Organisation und Tätigkeit

     
    Die OIF umfasst 56 Staaten und Regierungen sowie 19 Beobachter aller fünf Kontinente, mit der gemeinsamen Sprache als verbindendes Element. Generalsekretär ist der ehemalige senegalesische Präsident Abdou Diouf. Weltweit sprechen 200 Millionen Menschen französisch. Damit steht Französisch an 9. Stelle der am häufigsten gesprochenen Sprachen.

    Alle zwei Jahre findet der Frankophonie-Gipfel der Staats- und Regierungschefs statt, der die politische Ausrichtung und die grossen Linien der Zusammenarbeit festlegt. Der XII. Gipfel fand vom 17. bis 19. Oktober 2008 in Quebec, Kanada, statt. Im selben Jahr feierte die Stadt Quebec ihr 400-jähriges Bestehen.

    Die Frankophonie-Organisation geht auf ein kulturelles und technisches Zusammenarbeitsprojekt zurück, für das 1970 in Niamey die Agentur für kulturelle und technische Zusammenarbeit gegründet wurde. Diese wurde 1991 zur Staatlichen Agentur für Frankophonie und 2005 zur Organisation der Frankophonie. Im Verlauf der Jahre erhielt die Politik verstärkt Gewicht. Die Organisation versteht sich heute sowohl als Akteurin auf dem internationalen Parkett wie auch als Raum der Zusammenarbeit, in dem die französischsprachigen Länder erfolgreich interagieren.

    Die vier wichtigsten Aufgaben der OIF sind:

    • die Förderung des Französischen und der kulturellen und sprachlichen Vielfalt
    • die Förderung von Frieden, Demokratie und Menschenrechten
    • die Unterstützung von Erziehung, Ausbildung, Lehre und Forschung
    • die Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit auf Nachhaltigkeit und Solidarität
    Engagement der Schweiz in der Frankophonie


    Entsprechend ihren aussenpolitischen Zielen setzt sich die Schweiz auch innerhalb der Frankophonie für die Verbesserung der menschlichen Sicherheit, die vermehrte Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechte sowie die Förderung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt ein. 

    Die Schweiz wirkt in allen Gremien der Frankophonie (Gipfel, Ministerkonferenz, ständiger Rat, spezialisierte und ständige Ministerkonferenzen) sowie bei den Arbeiten aller Institutionen der Frankophonie mit, d.h.:

    • Agence universitaire de la Francophonie (AUF): Alle Westschweizer Universitäten, die ETH Lausanne und die Fachhochschule Westschweiz sind neben weiteren Instituten Mitglied. Das Staatsekretariat für Bildung und Forschung leistet seit 1998 finanzielle Beiträge.
    • Association internationale des Maires francophones (AIMF): Genf und Lausanne sind im Bund vertreten.
    • TV5 Monde: Die Schweiz beteiligte sich 1984 an der Gründung des französischsprachigen Fernsehkanals, der heute in über 200 Ländern durchgehend sendet.
    • Université Senghor in Alexandria (internationale französischsprachige Universität zur Förderung der Entwicklung Afrikas): Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten leistet finanzielle Beiträge.

    Die Schweiz ist zudem vertreten:

    • im Internationalen Bund der französischsprachigen Parlamentarier: In der Schweiz gibt es seit 1989 eine eidgenössische sowie mehrere kantonale Sektionen.
    • Ministerkonferenz der Frankophonie-Staaten für Jugend und Sport
    • Konferenz der Erziehungsminister der Frankophoniestaaten

    Zudem beteiligt sich die Schweiz seit mehreren Jahren aktiv am jährlichen Fest der Frankophonie. Die Woche der französischen Sprache und der Frankophonie (SLFF) in der Schweiz findet jedes Jahr um den 20. März, dem Internationalen Tag der Frankophonie, statt. Die Veranstaltungen in der Schweiz werden von einem Komitee organisiert, dem mehrere Institutionen und Nichtregierungsorganisationen angehören. Es wird von der Délégation à la langue française der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren der Westschweiz und des Tessins präsidiert. Im Ausland nehmen jedes Jahr über 100 Schweizer Botschaften und Vertretungen, die vom Kompetenzzentrum für Kulturaussenpolitik (KKA) unterstützt werden, an den Veranstaltungen zum 20. März teil. Sie arbeiten dabei mit den diplomatischen Vertretungen anderer Mitgliedstaaten der Frankophonie zusammen.