Die Mitglieder des Schweizerischen Expertenpools für zivile Friedensförderung (SEF) sind vor Ort bei Einsätzen der internationalen Organisationen tätig. Die Einsätze können einige Wochen dauern, möglich sind aber auch Anstellungen für ein bis drei Jahre. Meistens handelt es sich dabei um folgende Stellen:
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Expertinnen und Experten in den Bereichen Verfassung, Föderalismus, Rechtssystem und Stärkung der Rechtsstaatlichkeit
Die Schweiz ist direkt daran interessiert, den Aufbau von Staaten mit effizienten Strukturen zu fördern. Deshalb beteiligt sie sich als Drittstaat an Einsätzen wie der Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo (EULEX).
Expertinnen und Experten für Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht
Im Rahmen der bilateralen Programme der Schweiz und ihrer Beratungsfunktion für internationale Organisationen stellt die Schweiz Expertinnen und Experten für Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht ein.
Assoziierte Expertinnen und Experten der Vereinten Nationen (AssEx)
Personen, die erst wenig internationale Berufserfahrung haben, können ein bis drei Jahre als assoziierte Expertinnen und Experten in einem UNO-Programm arbeiten. Rekrutierung, Entsendung und Finanzierung des Engagements werden vom SEF koordiniert, das Anstellungsverhältnis besteht aber direkt zur UNO.
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Expertinnen und Experten für Aufgaben in den Bereichen Polizei, Zoll und Grenzüberwachung
Die Schweiz stellt für gewisse Einsätzen der UNO, der EU und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Expertinnen und Experten in den Bereichen Polizei und Zoll zur Verfügung.
Wahlbeobachtung
Gewisse Expertinnen und Experten werden für Einsätze zur Wahlbeobachtung ausgebildet. Sie werden dann der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der EU, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) oder der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF) zur Verfügung gestellt. Rekrutierung und Ausbildung erfolgen alle drei Jahre.
UNO-Praktikaprogramm (UN Volunteers, UNV)
Personen, die ihr Studium abgeschlossen, aber noch keine internationale Berufserfahrung haben, können ein einjähriges Freiwilligen-Praktikum im Rahmen von UNO-Programmen absolvieren. Rekrutierung, Entsendung und Finanzierung dieser Praktikastellen werden vom SEF koordiniert, das Anstellungsverhältnis besteht aber direkt zur UNO.
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Zwei Arten von Anstellungsverhältnissen
Bei einer Stellenvermittlung durch den SEF wählt die Politische Abteilung IV des EDA die freien Stellen bei den internationalen Organisaitonen aufgrund ihrer thematischen und geografischen Prioritäten aus und rekrutiert Expertinnen und Experten mit passendem Profil. Die Anstellung erfolgt durch den SEF. Die rekrutierte Person erhält einen Vertrag mit dem Bund auf der Grundlage der Verordnung über das Personal für die Friedensförderung, die Stärkung der Menschenrechte und die humanitäre Hilfe (PVFMH). Sie wird Mitglied des SEF.
Bei einer Anstellung direkt durch die internationalen Organisationen erfolgen die Rekrutierung und Anstellung durch die betreffende Organisation, im Allgemeinen ohne Beteiligung des SEF. Zur Unterstützung von Schweizer Bewerbungen werden Stellen, die für die Schweiz von Interesse sind, auf der Website des SEF veröffentlicht. Im Allgemeinen sind Bewerbungen direkt an die betreffenden Organisationen zu richten. Zur Unterstützung von Schweizer Bewerbungen können interessierte Personen den SEF über ihr Vorgehen informieren.
Anforderungen
Neben dem Fachwissen im entsprechenden Bereich setzt eine Anstellung als Mitglied des SEF folgende Fähigkeiten voraus:
- Hochschulstudium
- Berufserfahrung
- Gewandtheit in einem interkulturellen Umfeld
- Sprachkenntnisse (deutsch, französisch, englisch usw.)
- Teamfähigkeit
Offene Stellen
Der SEF veröffentlicht freie Stellen unter folgender Adresse:
Stellenangebote SEF
Weitere Informationen zu den offenen Stellen oder anderen Einsatzmöglichkeiten im Ausland liefern auf dem Internet die nebenstehenden Portale.