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Genfer Zentren
Damit die Schweiz ihr Engagement für Frieden und Sicherheit wirkungsvoll umsetzen kann, ist sie auf Partnerschaften angewiesen. Sie arbeitet deshalb mit ähnlich gesinnten Staaten, internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, der Wirtschaft und der Wissenschaft zusammen.
Zu den wichtigen Partnern der Schweizer Sicherheits- und Friedenspolitik gehören die so genannten drei Genfer Zentren:
• Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP)
• Genfer Internationales Zentrum für Humanitäre Minenräumung (GICHD)
• Genfer Zentrum für die Demokratische Kontrolle der Streitkräfte (DCAF)
GCSP, GICHD und DCAF haben sich weltweit als anerkannte Kompetenzzentren in ihrem Bereich etabliert und tragen viel zur Stärkung des internationalen Genf bei. Die drei Zentren wurden zwischen 1995 und 2000 von der Schweiz gegründet und sind als internationale Stiftungen organisiert. Sie erhalten von verschiedenen Staaten und dem Kanton Genf finanzielle Unterstützung. Der grösste Geldgeber ist dabei der Bund, welcher sich durch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) massgeblich an den Finanzen der drei Genfer Zentren beteiligt.
Das GCSP fördert den Gedanken- und Wissensaustausch in der internationalen Sicherheits- und Friedenspolitik, von Abrüstung über bewaffneten Extremismus bis zu Themen der menschlichen Sicherheit. Es bietet dazu praxisorientierte Ausbildungen für Teilnehmer aus nationalen Verwaltungen, Armeen, internationalen Organisationen sowie der Zivilgesellschaft.
Die Ausbildungen des GCSP zu aktuellen Fragen der Sicherheits- und Friedenspolitik kommen dabei insbesondere auch Schweizer Teilnehmern aus der Armee, der Diplomatie und der zivilen Friedensförderung zugute. Zur gezielten Wissensbildung führt das GCSP ausserdem politikrelevante Forschung durch und unterstützt den Austausch unter Sicherheitsexpertinnen und -experten. Zusammen mit Partnerinstitutionen fördert das GCSP schliesslich mittels öffentlicher Veranstaltungen einen breiten sicherheits- und friedenspolitischen Diskurs.
Das GICHD setzt sich für die Eliminierung von Personenminen, die Reduktion der Gefahren für die Zivilbevölkerung sowie die Beseitigung von Landminen und Blindgängern aller Arten ein. Es ist das weltweit führende Wissenszentrum im Bereich der humanitären Minenräumung.
Beratung und Unterstützung betroffener Länder gehören ebenso zu den Kernaufgaben des GICHD wie Erarbeitung von weltweit anwendbaren Standards zur humanitären Minenräumung. Es dient der UNO als verlässlicher Partner im Kampf gegen Antipersonenminen, Blindgänger sowie verlassene und nicht explodierte Kriegsmunition. Neben operationeller Unterstützung für Entminungsarbeiten führt es zudem Projekte zur Rehabilitierung von Opfern sowie zur Sensibilisierung der Bevölkerung durch. Das Fachwissen, welches vom GICHD zusammen mit Partnern erarbeitet wird, ist gratis verfügbar und praxisorientiert. Das GICHD nimmt ausserdem das Sekretariat der Ottawa-Konvention zum Verbot von Antipersonenminen wahr.
Das DCAF unterstützt Staaten, internationale Organisationen und die Zivilgesellschaft in ihren Bemühungen, die zivile und parlamentarische Kontrolle des Sicherheitssektors zu verbessern sowie dessen Wirksamkeit und Legitimität über gezielte Reformen zu erhöhen.
Der Sicherheitssektor umfasst Streitkräfte, Polizei, Grenzschutz, Nachrichtendienste und weitere Akteure (wie paramilitärische Verbände oder private Firmen). Die Effizienz und demokratische Kontrolle dieser Akteure spielen für die Entwicklung und Stabilität eines Landes oft eine entscheidende Rolle. Daher unterstützt das DCAF insbesondere junge Demokratien und Staaten, die von einem Konflikt betroffen sind oder waren, bei der Reform ihres Sicherheitssektors sowie dessen Kontrolle durch das Parlament und die Zivilgesellschaft. Das DCAF sammelt und erfasst dazu systematisch Wissen und erarbeitet auf dieser Basis Handbücher, Studien, Konzepte und Strategien für internationale Partner. Es stellt Expertinnen und Experten zur Verfügung und betreibt vor Ort verschiedene Projekte. Weltweit ist das DCAF ist die einzige Institution, die Analyse und Praxis im Bereich der Reform des Sicherheitssektors in diesem Umfang konsequent miteinander verbindet.
